Entöltes Sonnenblumenlecithinpulver, AI ≥97%, E322. Kein Sojaprotein, kein GVO, lösungsmittelfrei extrahierbar. Lebensmittel-, Kosmetik- und Pharmaqualität. Vollständige EU-Dokumentation.
Spezifikation gemäß EU Reg. 231/2012. CoA mit allen Analyseergebnissen bei jeder Lieferung.
| Produktname | Sonnenblumenlecithin Pulver (E322) |
| Botanische Quelle | Helianthus annuus – entöltes Lecithin aus Sonnenblumensamen |
| E-NummerKEY | E322 (Lecithine) – EU Reg. 1333/2008 Anhang II u. III |
| Acetonunlösliche Stoffe (AI)KEY | ≥97% (entölt/deoiled) – Indikator für Phospholipidgehalt |
| Gesamt-PhospholipideKEY | ≥60% (Phosphatidylcholin, PE, PI, PA) |
| Phosphatidylcholin (PC) | 14–20% des Gesamtgehalts (variiert je Charge) |
| Säurezahl | ≤36 mg KOH/g (EU Reg. 231/2012) |
| Peroxidzahl | ≤10 mEq/kg (frische Ware) |
| Hexanunlösliche Stoffe | ≤0,3% |
| HLB-Wert | 7–10 (entöltes Pulver; hydrophiler als Flüssig-Lecithin) |
| Feuchtigkeitsverlust | ≤2,0% |
| Aussehen | Hellgelbes bis bräunliches freifließendes Pulver |
| Löslichkeit | In Fett löslich; in Wasser dispergierbar (O/W-Emulsion) |
| AllergenstatusKEY | Allergenfrei – kein Soja, kein Gluten, kein Ei |
| Non-GMOKEY | Nicht-GVO; IP-Zertifikat auf Anfrage |
| Schwermetalle (Pb) | ≤2,0 mg/kg (ICP-MS) |
| Mikrobiologie | GKZ ≤1000 KBE/g; Salmonella neg./25g; E.coli neg./1g |
| Haltbarkeit | 12 Monate verschlossen, 15–25 °C, RH ≤60% |
| Verpackung (Standard) | 25 kg Karton; 200 kg Palette auf Anfrage |
| Mindestbestellmenge | Ab 1 kg; B2B-Preise ab 25 kg Karton |
| RegulatorischKEY | EU Reg. 1333/2008 (E322); EU Reg. 231/2012 (Spezifikation) |
| CAS-Nummer | 8002-43-5 |
| INCI | Helianthus Annuus Seed Extract |
Praktische Formulierungshinweise für die wichtigsten Branchen. Entöltes Sonnenblumenlecithinpulver (AI ≥97%) direkt in Trockenblends einmischbar.
Lecithin ist der Schlüsselemulgator in Schokolade: reduziert die Viskosität der Schokoladenmasse und damit den Kakaobuttergehalt. Typische Dosierung 0,3–0,5% ersetzt bis zu 3–4% Kakaobutter (Preisvorteil). Sonnenblumenlecithin erzeugt dabei kein Sojaproteinprofil – ideal für sojaallergenfreie Rezepturen. Bei Rührschokolade: Zugabe bei 40–45°C für optimale Dispergierung. Kakaobuttermenge anpassen, da Lecithin die Kakaobutter-Äquivalenz beeinflusst.
Typische Dosierung: 0,3–0,5% der Rezeptur
Regulatorischer Rahmen: EU E322; Reg. 1333/2008 – quantum satis in Schokolade
In Backwaren fungiert Lecithin als Teigkonditionierer: verbessert die Wasseraufnahme des Mehls, verlängert die Frischhaltung durch Interaktion mit Stärke und Gluten, und wirkt als Trennmittel für Formen. Dosierung 0,2–0,5% auf Mehlgewicht. In Hefeteig: Lecithin stärkt das Glutennetzwerk und ermöglicht bessere Gasrückhaltung (größeres Volumen). Entöltes Sonnenblumenlecithinpulver ist direkt in Mehlmischungen einmischbar – kein Vorauflösen notwendig.
Typische Dosierung: 0,2–0,5% auf Mehlgewicht
Regulatorischer Rahmen: EU E322; quantum satis in den meisten Backwarenkategorien
Entöltes Lecithinpulver (AI ≥97%) ist der bevorzugte Instantisierungsemulgator für Pulvergetränke, Proteinshakes und lösliche Kaffeemischungen. Es verbessert die Benetzbarkeit und Dispergierbarkeit hydrophober Partikel (z.B. Kakaopulver, Proteinpulver). Dosierung 0,5–2% der Trockenmasse. In pflanzlichen Milchalternativen auf Pulverbasis: Lecithin ermöglicht die Rekonstituierung ohne Klumpenbildung. Wichtig: Sonnenblumenlecithinpulver in Trockenblend einarbeiten, nicht in wässriger Phase.
Typische Dosierung: 0,5–2,0% der Trockenmasse
Regulatorischer Rahmen: EU E322; quantum satis in Getränkepulvern
Sonnenblumenlecithin (INCI: Helianthus Annuus Seed Extract) ist ein natürlicher Emulgator und Hautkonditionierer in kosmetischen Formulierungen. Phosphatidylcholin ist der Hauptwirkstoff: bildet Liposomen und ermöglicht die transdermale Wirkstofflieferung. Typische Anwendungen: Feuchtigkeitscremes (2–5%), Haarshampoos (0,5–1%), Körperlotionen (1–3%). EU-Kosmetik-VO 1223/2009: Lecithin ohne Konzentrationseinschränkung in Anhang III/IV. Vorteil gegenüber Soja-Lecithin: hypoallergener, keine Sojaproteine.
Typische Dosierung: 0,5–5,0% der Formulierung
Regulatorischer Rahmen: EU Kosmetik-VO 1223/2009; INCI: Helianthus Annuus Seed Extract
Phosphatidylcholin aus Sonnenblumenlecithin ist ein anerkannter Nährstoff für die kognitive Gesundheit und Leberfunktion. In Nahrungsergänzungsmitteln: als Cholinquelle (Cholin-AI für Erwachsene: 400 mg/Tag laut EFSA). Pharmakologisch: Phospholipide aus Sonnenblumenlecithin werden in Liposom-Formulierungen für verbesserte Bioverfügbarkeit eingesetzt. Als Trägerstoff in Weichgelatinekapseln und Softgels. Dosierung typisch 1,2–4,8 g/Tag Lecithin als Nahrungsergänzung. EFSA: kein numerischer ADI für E322 – keine Sicherheitsbedenken.
Typische Dosierung: 1,2–4,8 g/Tag als Supplement
Regulatorischer Rahmen: Nahrungsergänzungsmittel-RL 2002/46/EG; EFSA kein ADI
Objektiver Vergleich der wichtigsten Parameter für Einkauf und Produktentwicklung.
| Parameter | Sonnenblumenlecithin | Sojalecithin |
|---|---|---|
| Allergen-Profil | Allergenfrei – kein Sojaprotein✓ Vorteil | Kann Sojaprotein-Spuren enthalten; Allergen-Deklaration nötig |
| Non-GMO-Status | Natürlich non-GMO (Sonnenblumen nicht GVO-angebaut)✓ Vorteil | Häufig aus GVO-Soja; non-GMO-Zertifikat nötig |
| Extraktionsmethode | Mechanisch (Kalt-/Heißpressung); lösungsmittelfrei möglich✓ Vorteil | Meist Hexan-Extraktion |
| Phospholipidprofil | PC 14–20%, PE, PI, PA | PC 21%, PE 22%, PI 19% – höherer PC-Gehalt✓ Vorteil |
| Farbe | Hellgelb bis hell-braun✓ Vorteil | Dunkelbraun bis schwarz |
| Geruch | Neutral bis leicht nussig✓ Vorteil | Stärker nach Bohne/Öl |
| Emulgierkraft (AI) | ≥97% (entölt) | ≥97% (entölt) – vergleichbar |
| Marktpreis | Höher (geringeres Angebot) | Günstiger (größere Volumina)✓ Vorteil |
| Clean-Label-Eignung | Sehr hoch – 'natürlich', 'sojafrei'✓ Vorteil | Mittel – Allergenkennzeichnung erforderlich |
| INCI Kosmetik | Helianthus Annuus Seed Extract | Glycine Soja (Soybean) Seed Extract |
Entöltes Lecithinpulver (AI ≥97%) hat deutlich mehr Wirksubstanz als Standard-Flüssig-Lecithin (AI ~62%).
PC (Phosphatidylcholin), PE (Phosphatidylethanolamin), PI (Phosphatidylinositol), PA (Phosphatidsäure) – Mittelwerte aus EFSA 2017-Daten.
EFSA ANS Panel 2017: Keine numerische ADI für E322 – kein Sicherheitsbedenken für die Allgemeinbevölkerung (>1 Jahr). Quantum satis in den meisten Lebensmittelkategorien.
EU Reg. 231/2012 Spezifikation: AI ≥60% (Flüssig) / ≥97% (Pulver), Säurezahl ≤36 mg KOH/g, Peroxidzahl ≤10 mEq/kg.
| Lebensmittelkategorie | Höchstmenge | Hinweis |
|---|---|---|
| Schokolade und Kakaoerzeugnisse | Quantum satis | Reg. 1333/2008; wichtigste Anwendung |
| Feingebäck und Kekse | Quantum satis | Teigkonditionierer, Trennmittel |
| Brot und Backwaren | Quantum satis | Frischhaltung, Volumenverbesserung |
| Suppen und Brühen | Quantum satis | Emulsionsstabilisierung |
| Soßen und Dressings | Quantum satis | O/W-Emulsion |
| Margarine und ähnl. Erzeugnisse | Quantum satis | W/O-Emulsion |
| Milchproduktanaloga | Quantum satis | Pflanzenmilch, Kaffeesahne |
| Lebensmittel für besondere Zwecke | Quantum satis | Säuglingsnahrung: spezifische Limits |
| Nahrungsergänzungsmittel | Quantum satis | Cholin-Quelle, Phospholipide |
| Kosmetika (EU-Kosmetik-VO) | Keine Einschränkung | Emulgator, Hautkonditionierer |
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20 Fragen zu Spezifikation, Regulatorik, Anwendungen und Bestellung. Alle Antworten auf Basis verifizierter Daten (EU Reg. 231/2012, EFSA 2017, AOCS).
Der wichtigste Unterschied liegt im Allergen-Profil: Sonnenblumenlecithin ist vollständig allergenfrei gemäß EU Reg. 1169/2011 – kein Sojaprotein, kein Gluten, keine Deklarationspflicht im Zutatenverzeichnis. Sojalecithin kann Spuren von Sojaprotein enthalten und muss mit Allergen-Hervorhebung (Fettschrift) deklariert werden, da Soja EU-Hauptallergen Nr. 6 (Anhang II) ist. Extraktionstechnisch erlaubt Sonnenblume eine rein mechanische, lösungsmittelfreie Verarbeitung – ein zentrales Argument für Clean-Label-Positionierungen. Sojalecithin weist einen etwas höheren Phosphatidylcholingehalt auf (PC ~21 % vs. ~14–20 % beim Sonnenblumenlecithin), ist jedoch dunkler in der Farbe und intensiver im Geruch.
Sonnenblumenlecithin fällt unter E322 (Lecithine), zugelassen als Lebensmittelzusatzstoff gemäß Reg. (EG) Nr. 1333/2008, Anhang II und III. Die Reinheitsspezifikation ist in EU Reg. 231/2012 festgelegt: Acetonunlösliche Stoffe (AI) ≥ 60 % (Flüssig) bzw. ≥ 97 % (entölt), Säurezahl ≤ 36 mg KOH/g, Peroxidzahl ≤ 10 mEq/kg. Das EFSA ANS Panel 2017 hat E322 einer Neubewertung unterzogen und kein numerisches ADI festgelegt – für die Allgemeinbevölkerung ab einem Jahr bestehen keine Sicherheitsbedenken. In den meisten Lebensmittelkategorien gilt quantum satis (kein spezifisches Mengenlimit).
Standard-Flüssig-Lecithin enthält 30–40 % neutrales Öl (Triglyceride), was einen AI-Wert von 62–64 % ergibt. Beim Entölen wird dieses Neutralöl durch Acetonextraktion entfernt, wodurch der Phospholipidanteil auf ≥ 97 % AI konzentriert wird. Praktische Vorteile: (1) Pulverform statt viskosem Öl – direkt in Trockenblends einmischbar ohne Vorauflösen; (2) Bis zu 30 % niedrigere Dosierung als Flüssig-Lecithin für gleiche Emulgierwirkung; (3) Bessere Lagerstabilität; (4) Einfachere Prozesskontrolle und Dosierung in der Trockenmischherstellung.
Der AI-Wert (Acetone Insolubles) beschreibt den Anteil der in Aceton unlöslichen Substanzen – also den funktionellen Phospholipid-, Glycolipid- und Zuckeranteil. Er ist der zentrale Qualitätsindikator: je höher der AI-Wert, desto mehr wirksame Emulgatoren sind enthalten. Standard-Flüssig-Lecithin: AI 62–64 %. Entöltes Lecithinpulver: AI ≥ 97 % (EU Reg. 231/2012). Bei AI ≥ 97 % bestehen die Wirkstoffe fast ausschließlich aus Phospholipiden – das garantiert hohe und reproduzierbare Emulgierkraft. Bestimmungsmethode: AOCS Ja 4-46 oder gleichwertige ISO-Methode.
Der HLB-Wert (Hydrophilic-Lipophilic Balance) beschreibt die bevorzugte Emulsionsart. Entöltes Lecithinpulver hat einen HLB von 7–10, also deutlich hydrophiler als Standard-Flüssig-Lecithin (HLB 2–4). Ein HLB von 7–10 begünstigt Öl-in-Wasser-Emulsionen (O/W) und gute Dispergierbarkeit in Wasser. In der Praxis bedeutet das: Entöltes Pulver eignet sich für wässrige Systeme (Getränkepulver, Suppen, Soßen) und kann ohne Vorauflösung in Fett direkt eingearbeitet werden. Für Wasser-in-Öl-Emulsionen (W/O) wie Margarine ist Flüssig-Lecithin (HLB 2–4) besser geeignet.
Sonnenblumenlecithin enthält ein natürliches Gemisch aus Phospholipiden (Mittelwerte nach EFSA ANS Panel 2017, ³¹P-NMR-Daten): Phosphatidylcholin (PC) 14–20 %, Phosphatidylethanolamin (PE) ca. 15–18 %, Phosphatidylinositol (PI) ca. 10–15 %, Phosphatidsäure (PA) ca. 5–10 %, dazu weitere Phospholipide und Glycolipide. Zum Vergleich: Sojalecithin hat PC ~21 %, PE ~22 %, PI ~19 %. Der etwas niedrigere PC-Gehalt des Sonnenblumenlecithins spielt in den meisten Lebensmittelanwendungen keine praktische Rolle; nur in PC-sensitiven pharmazeutischen Formulierungen ist eine Dosierungsanpassung zu prüfen.
Gemäß EU Reg. 1169/2011 im Zutatenverzeichnis als 'Emulgator (Lecithine)' oder 'Emulgator (E322)'. Entscheidender Unterschied zu Sojalecithin: bei Sonnenblumenlecithin ist keine Allergenhervorhebung (Fettschrift oder Unterstreichen) vorgeschrieben, da Sonnenblume kein EU-Hauptallergen ist. Marketing-Claim 'sojafrei' ist vollständig defensibel, wenn durch Dokumentation belegt. 'Non-GMO'-Aussage ist zulässig, wenn durch ein IP-Zertifikat mit PCR-Testdaten nachgewiesen. Für Kosmetika gilt der INCI-Name 'Helianthus Annuus Seed Extract'.
In Schokolade: Die 1:1-Substitution funktioniert in der Praxis sehr gut. Wegen des etwas niedrigeren Phosphatidylcholingehalts (PC 14–20 % vs. ~21 % bei Soja) kann eine geringfügig höhere Dosierung (ca. 5–15 % mehr) erforderlich sein, um exakt die gleiche Viskositätsreduktion zu erzielen. Zugabe bei 40–45 °C; Dosierung 0,3–0,5 % der Gesamtrezeptur. In Backwaren: Direkte 1:1-Substitution ohne Qualitätsverlust, typischerweise ohne Dosierungsanpassung. Hauptvorteil: allergenfrei und helleres Farbprofil im Endprodukt.
Entöltes Lecithinpulver (AI ≥ 97 %) ist der bevorzugte Instantisierungsemulgator für Getränkepulver, da es die Benetzbarkeit und Dispergierbarkeit hydrophober Partikel (Kakao, Protein, Fetttröpfchen) in Wasser verbessert. Dosierung: 0,5–2 % der Trockenmasse. Wichtiger Verarbeitungshinweis: Lecithinpulver immer in den Trockenblend einarbeiten, nicht in die wässrige Phase oder nach der Sprühtrocknung hinzufügen. In Proteinshakes (WPC, WPI) verbessert Lecithin die Benetzbarkeit der Proteinpartikel und verhindert Klumpenbildung. In löslichem Kaffee-Weißer stabilisiert es die O/W-Emulsion beim Auflösen in heißem Wasser.
Lecithin erfüllt in Backwaren mehrere Funktionen gleichzeitig: (1) Teigkonditionierer – verbessert Wasseraufnahme und Glutenentwicklung, der Teig wird gleichmäßiger und maschinengängiger; (2) Frischhaltung – Phospholipide hemmen die Stärkeretrogradation (Altbackenwerden) um typisch 2–4 Tage; (3) Volumenverbesserung – in Hefeteig stärkt Lecithin das Glutennetzwerk und ermöglicht bessere CO₂-Rückhaltung (+5–10 % Volumen); (4) Trennmittel – reduziert Anhaften an Backformen. Dosierung: 0,2–0,5 % auf Mehlgewicht. Entöltes Pulver lässt sich direkt in Mehlvormischungen einarbeiten.
Lecithin ist der Schlüsselemulgator in Schokolade: Es reduziert die Casson-Viskosität und die Fließgrenze der Schokoladenmasse und ermöglicht so die Absenkung des Kakaobuttergehalts. Typische Dosierung: 0,3–0,5 % der Gesamtrezeptur. Zugabe bei 40–45 °C in die temperierte Masse, vollständige Einarbeitung vor dem Temperiervorgang. Wichtig: Über 0,5 % steigt die Fließgrenze wieder an (inverser Effekt) – nicht überdosieren. Da Sonnenblumenlecithin kein Sojaprotein enthält, eignet es sich ideal für 'sojafrei'-Deklarationen. Den Typ der Lecithin hat keinen direkten Einfluss auf Fettmigration oder Grauwerden der fertigen Schokolade.
Sonnenblumenlecithin (INCI: Helianthus Annuus Seed Extract) ist ein natürlicher Emulgator und Hautkonditionierer. Die EU-Kosmetik-Verordnung 1223/2009 sieht keine Konzentrationseinschränkung in Anhang III/IV vor. Der Wirkstoff Phosphatidylcholin bildet Liposomen und Nanoemulsionen für die transdermale Wirkstofflieferung. Typische Dosierungen: Feuchtigkeitscreme 2–5 %, Haarshampoo 0,5–1 %, Körperlotion 1–3 %, Lippenpflege 1–2 %. Gegenüber Sojalecithin hat Sonnenblumenlecithin den Vorteil, kein Sojaprotein einzutragen – geringeres Sensibilisierungsrisiko bei sojasensiblen Personen. INCI-Konformitätserklärung bei FDCM auf Anfrage verfügbar.
Ja. Sonnenblumenlecithin erfüllt folgende Clean-Label-Anforderungen: (1) Vegan – ausschließlich pflanzlicher Ursprung; (2) Allergenfrei – kein EU-Hauptallergen nach Anhang II der Reg. 1169/2011, keine Deklarationspflicht; (3) Sojafrei – kein Sojaprotein; (4) Glutenfrei; (5) Non-GMO – Sonnenblume wird kommerziell nicht als GVO angebaut. Hinweis: Als EU-Öko-Zutat nach Reg. (EU) 2018/848 ist Lecithin nicht automatisch zugelassen; der verwendete Extraktionshilfsstoff muss die Öko-Anforderungen erfüllen.
Non-GMO: Ja. Sonnenblumenpflanzen (Helianthus annuus) werden kommerziell nicht als GVO angebaut – anders als Soja (weltweit ca. 90 % GVO-Anteil). Für eine rechtssichere Deklaration auf dem Endprodukt empfiehlt sich ein Identity-Preserved (IP)-Zertifikat mit PCR-Testdaten. FDCM stellt diese Zertifikate auf Anfrage bereit. Lösungsmittelfrei: Abhängig vom Hersteller. Mechanisches Pressen und Wasserdegumming ermöglichen eine hexanfreie Verarbeitung. Bei FDCM kann auf Anfrage eine Restlösungsmittelanalyse (Analysezertifikat) angefordert werden.
Standard bei jeder Lieferung: Analysezertifikat (CoA) mit AI-Gehalt (%), Säurezahl (mg KOH/g), Peroxidzahl (mEq/kg), Feuchtigkeitsverlust (%), Hexanunlösliche (%), Schwermetalle (Pb, Cd, As, Hg per ICP-MS) und Mikrobiologie (GKZ, Hefe/Schimmel, Salmonella neg./25 g, E.coli neg./1 g). Außerdem: Sicherheitsdatenblatt (SDS) auf Deutsch, Allergenerklärung (allergenfrei), GVO-Statuserklärung (non-GMO), Herkunftserklärung. Auf Anfrage: Non-GMO IP-Zertifikat mit PCR-Daten, Halal-/Kosher-Zertifikat, Phospholipidprofil (³¹P-NMR), INCI-Konformitätserklärung für Kosmetik.
FDCM liefert Sonnenblumenlecithinpulver ab 1 kg ohne Mindestbestellwert und ohne Volumenverpflichtung. Preisstufen: 1–4 kg (Labor/F&E), 5–24 kg (mittleres B2B), 25 kg Standardkarton (voller B2B-Kilopreis), Palettenmenge 20 × 25 kg = 500 kg (Mengenrabatt, auf Anfrage). Alle B2B-Anfragen werden innerhalb von 4 Werktage-Stunden beantwortet. Lieferung EU-27 über DSV Straßentransport, 1–7 Werktage.
Entöltes Lecithinpulver ist empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, Sauerstoff, Licht und Wärme. Optimale Lagerung: Temperatur 15–25 °C (Kühllagerung 5–10 °C verlängert die Haltbarkeit auf 18–24 Monate), relative Luftfeuchte ≤ 60 %, lichtgeschützt in UV-undurchlässiger Verpackung, original verschlossen und nach dem Öffnen sofort wiederverschlossen. Nicht neben stark riechenden Substanzen lagern, da Lecithin Fremdgerüche absorbiert. Standardhaltbarkeit: 12 Monate ab Herstellungsdatum bei Raumtemperatur. Anzeichen für Qualitätsminderung: Verklumpung (Feuchtigkeitsaufnahme), Farbvertiefung, ranziger Geruch (Oxidation).
Lecithin hat eine schwach antioxidative Wirkung: Tocopherole (Vitamin E), die natürlich im Lecithin vorkommen, hemmen die Oxidation ungesättigter Fettsäuren in der Umgebungsmatrix. In Backwaren verlängert Lecithin die Haltbarkeit hauptsächlich durch Stärkekomplexierung (Retrogradationshemmung), nicht durch direkte Antioxidation. In Schokolade hat Lecithin keinen relevanten antioxidativen Effekt – es wirkt dort ausschließlich als Viskositätsreduzierer. Achtung: Entöltes Lecithinpulver selbst ist oxidationsempfindlich (Peroxidzahl ≤ 10 mEq/kg bei Lieferung); bei längerer Lagerung empfiehlt sich der Zusatz von Tocopherolen oder Ascorbylpalmitat.
Standardanalytik gemäß AOCS und EU Reg. 231/2012: (1) AI (Acetonunlösliche): AOCS Ja 4-46 – Hauptqualitätsparameter; (2) Säurezahl: AOCS Ca 5a-40 – Hydrolysegrad; (3) Peroxidzahl: AOCS Cd 8b-90 – Oxidationsindikator; (4) Feuchtigkeitsverlust: AOCS Ja 2b-87; (5) Hexanunlösliche: AOCS Ja 3-87 – Verunreinigungsindikator; (6) Phospholipidprofil: ³¹P-NMR-Spektroskopie für individuelle PC-, PE-, PI-, PA-Gehalte; (7) Schwermetalle: ICP-MS gemäß EU Reg. 231/2012; (8) Mikrobiologie: ISO 4833-1 (GKZ), ISO 6579 (Salmonella). Vollständige Methodenreferenzen sind im CoA auf Anfrage abrufbar.
In pflanzlichen Milchalternativen (Hafer-, Mandel-, Sojadrinks): Lecithin stabilisiert die O/W-Emulsion und verhindert Phasentrennung (Aufrahmung) während der Haltbarkeit. Dosierung: 0,3–0,5 % in der Endformulierung. In UHT-Produkten ist die thermische Stabilität der Phospholipide kein Problem (stabil bis 135–140 °C). In pulverförmigen Kaffeeweißern verbessert Lecithin die Benetzbarkeit und verhindert Klumpenbildung beim Auflösen in Heißwasser (bis 90 °C). Gegenüber Sojalecithin hat Sonnenblumenlecithin hier den Vorteil, kein Sojaprotein in die Formulierung einzutragen – wichtig für eine konsistente Allergendeklaration.
Ab 1 kg bis Palettenmenge. Vollständige EU-Dokumentation. Non-GMO, Halal, Kosher auf Anfrage.
Krzysztofa Komedy 2/3
02-517 Warszawa, Polen
USt-IdNr.: PL5214100463
1–7 Werktage in der EU
Ab 1 kg – keine Mindestmenge
CoA, SDB, Allergenerklärung, GMO-Status